Dacia Manifesto: Kleiner Hummer-EV

Autor: Content Pickup - Kategorien : Pickup

Dacia ist eine Marke, die Sie sicherlich kennen. Trotzdem fällt es schwer, nicht hinzusehen, wenn der rumänische Hersteller plötzlich etwas präsentiert, das wie ein verkleinerter zweisitziger GMC Hummer EV mit einem Hauch Lunar Rover aussieht. Der Dacia Manifesto wird als „lebendes Labor“ der Marke vorgestellt und soll jedes Gelände meistern, während gleichzeitig neue Technologien für zukünftige Serienfahrzeuge erprobt werden.

Wie Volkswagen wurde auch Dacia in den 1960er-Jahren in Rumänien gegründet, um ein „Auto für das Volk“ zu bauen. Heute gehört Dacia zu Renault und ist vor allem für Modelle wie Sandero und Duster bekannt. Umso ungewöhnlicher wirkt der Manifesto. Er hat kaum etwas mit den alltagstauglichen Fahrzeugen gemeinsam, für die Dacia bekannt ist. Wie bei den meisten Konzeptfahrzeugen geht es vor allem darum, neue Technologien, Materialien und Ideen zu präsentieren, die künftig in Serienfahrzeugen zum Einsatz kommen könnten.

Der ungewöhnliche Konzeptwagen setzt auf einige wirklich ausgefallene Ideen: luftlose Reifen, Karosserieteile aus recyceltem „Starkle“-Kunststoff, ein Armaturenbrett mit Korkoberfläche zum Befestigen von Karten und Notizen, eine textile Abdeckung für den Laderaum, eine integrierte Seilwinde sowie keinerlei Türen oder Fenster. Besonders interessant sind die Sitze, die direkt aus einem NASA-Mondrover stammen könnten. Die Sitzbezüge werden mit Gurten und Schnellverschlüssen befestigt und können als Schlafsäcke verwendet oder komplett entfernt werden, sodass sich der Innenraum einfach mit einem Wasserschlauch reinigen lässt.

Für die Sicherung der Ladung zeigt Dacia außerdem das neue „YouClip“-System. Es erinnert an Lochplatten und nutzt elastische Gurte, um Gegenstände an den Seiten, am Dach und im Innenraum zu befestigen. Laut Dacia soll YouClip künftig in Serienmodellen zum Einsatz kommen. Eine weitere mögliche Technologie ist „Bring-Your-Own-Device“, bei der das Smartphone als Infotainment-Bildschirm dient und mit dem Bordcomputer des Manifesto verbunden wird.

Interessant ist auch die ungewöhnliche Beleuchtung: eine Leuchte an der Front und eine weitere zwischen den Kopfstützen. Die vordere Leuchte besteht aus mehreren LEDs und kann sogar abgenommen und als Taschenlampe verwendet werden. Als echtes Outdoor-Fahrzeug verfügt der Manifesto außerdem über eine herausnehmbare 2,25-kWh-Batterie, mit der sich Geräte über eine normale Steckdose mit Strom versorgen lassen.

Dieses Konzept ist erfrischend anders – ein Buggy, der sowohl in Rumänien als auch auf dem Mond zu Hause wäre und dank seines Elektroantriebs theoretisch auf beiden Oberflächen funktionieren könnte. Man müsste nur noch einen passenden Raumanzug mitbringen. Wir hoffen jedenfalls, dass der Manifesto irgendwie in Produktion geht – selbst wenn er nur als großer elektrischer UTV mit herkömmlichen Reifen auf den Markt kommt.

Der Manifesto wirkt einfach viel zu spaßig, um nur ein Konzept zu bleiben, oder?

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